Hypnosebehandlung



Hypnose

Hypnose ist vielen bekannt aus Fernsehsendungen oder Disco-Shows, in denen ein Showhypnotiseur scheinbar willenlose Menschen peinliche Befehle ausführen lässt. Die medizinische Hypnose dagegen hilft den Patienten, ihren Wunsch nach einer angstfreien, entspannten und schmerzlosen Zahnbehandlung zu verwirklichen. Dies ist allerdings nur auf Basis der Kooperation möglich, niemals gegen den Willen des Patienten. Durch moderne medizinische Hypnose wird der Patient in einen entspannten Trancezustand versetzt, in dem er sich auf angenehme Vorstellungsbilder konzentriert. Er befindet sich mental an seinem Ruheort und hat "den Mund zur Reparatur abgegeben". Im Trancezustand schaltet der rationale Teil des Gehirns ab - der Patient kann alle unangenehmen Empfindungen ausblenden und sich während der Zahnbehandlung wohlfühlen. Der Puls ist ruhig, der Blutdruck niedrig, eine tiefe Bauchatmung sorgt für Schwere und Wärme des Körpers, die gesamte Muskulatur ist entspannt. Dadurch wird ängstliche Verkrampfung vermieden, der Zugang zum OP-Gebiet erleichtert und der Zahnarzt kann an einem entspannten Patienten präzise, zügig und konzentriert arbeiten.

Welche Patienten eignen sich besonders für Zahnärztliche Hypnose?

Die moderne medizinische Hypnose ist bei ca. 90 % der Bevölkerung mit Erfolg anwendbar - besonders bei Menschen, die gute Konzentrationsfähigkeit, bildhafte Phantasie und Intelligenz besitzen. Alle Zahnarztpatienten profitieren von der Hypnose, weil dadurch die Behandlung schneller und angenehmer abläuft, sowohl für den Patienten wie auch für das Behandlungsteam. Ziel der zahnärztlichen Hypnose ist, dass der Patient nach einer langen Behandlung das Gefühl hat, sich gut erholt zu haben. Patienten, die aufgrund extremer Angst kaum zum Zahnarzt gehen, ermöglicht die Hypnose Angstabbau und damit eine gründliche Zahnsanierung. Menschen, die mit den Zähnen knirschen und pressen oder Kiefergelenksbeschwerden haben, sowie Patienten mit chronischen Schmerzen im Kopfbereich oder mit Brechreiz kann durch Hypnose geholfen werden.

Hypnose in der Praxis

Bei den meisten Patienten genügt die Anwendung eines Hypnose-Tonbandes, um sie in einen angenehmen Trancezustand zu versetzen. Menschen, die eine Therapie benötigen (bedingt durch Angst, Brechreiz, Mundbrennen etc.), brauchen separate hypnotherapeutische Sitzungen. Ist der Patient in Trance versetzt, können die Ursachen seiner Symptome mit Hilfe seines eigenen Unbewussten erkannt und therapiert werden.

Die häufigsten Fragen unserer Patienten sind:

1. Werde ich wieder wach? 2. Gebe ich meine innersten Geheimnisse preis?3. Bin ich willenlos?4. Bekomme ich überhaupt nichts mit?5. Spüre ich wirklich nichts?Zu 1.: In einer Praxis, in der seit 15 Jahren mit Hypnose gearbeitet wird, ist in all den Jahren nie ein Patient nicht mehr "wach" geworden. Auch wenn es besonders schön war, geht man doch gerne wieder vom Zahnarzt nach Hause. Trance ist durch Konzentration und Involvierung gekennzeichnet. Da es sich im eigentlichen Sinne nicht um einen Schlafzustand handelt, ist es nicht vollkommen korrekt, von "wieder aufwachen" zu sprechen.
Zu 2. und 3.: Der Patient ist in keiner Weise willenlos, sondern mit seinen inneren persönlichen Interessen derart beschäftigt, dass er einen besseren Zugang zu seinen eigentlichen Fähigkeiten hat. Er wird nur die Dinge äußern, die er auch wirklich preisgeben möchte.
Zu 4.: Nur bei ca. 10 % der Hypnosepatienten kommt es zum Zustand der Tiefentrance, in dem es eine stark reduzierte äußere Wahrnehmung gibt.
Zu 5.: Schmerzfreiheit mit Hilfe von Hypnose lässt sich ebenfalls nur bei etwa 10 % der Bevölkerung erreichen. Schmerzreduktion ist aber bei 80 % der Bevölkerung erreichbar. In der Regel genügt 1/4 der üblichen Dosis an Lokalanästhetika, um völlige Schmerzfreiheit unter Hypnose zu erzielen. Patienten mit Allergien lassen sich erfolgreich ohne Spritzen behandeln, sie sind besonders gut motivierbar.

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